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WedenHainer an der Nordseeküste

Ihr Lieben, nun ist es endlich soweit, unser erster Blogbeitrag :)

Wir, das sind Sonja mit Jana und Nicole mit Suri, sind hier nach St. Michaelisdonn im Dezember 2020 in ein Genossenschaftsprojekt von insgesamt 39 Wohneinheiten auf ca. 6000 qm gezogen. Wir liegen hier vor einem angeblich vor etwa 10.000 Jahren entstandenen Kliff (das Klev) auf einer vorgelagerten Sanddühne (dem Donn). Die Nordsee zog sich etwa 17 km zurück, so dass sie sich nun vor Friedrichskoog wiederfindet. Bereits zur Kaiserzeit wurde hier der fruchtbare Meeresboden genutzt zur landwirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung. Diese wirtschaftliche Blüte läßt sich hier noch an vielen Bauwerken erkennen. Auf den vorgelagerten Dünen standen in den Ortschaften viele Mühlen, die das umliegende Korn vor Ort gemahlen haben. Wir bilden hier sozusagen die Brücke zwischen Marsch und Geest. Allein in St. Michel standen einmal 10 Mühlen. Unsere Edda ist die letzte Überlebende, die mühsam am Leben erhalten wird. Fast jeder Ort hatte einen Hafen, um die Güter zu verfrachten mit einer Verbindung zu Elbe, Nordsee oder Nordostseekanal.

Unser Schutzpatron ist der Erzengel Michael.

Woraus sich auch die Zusammensetzung des Ortsnamens ergibt - St. Michaelisdonn.


Nun zu unseren begonnenen Projekten.

Unsere Terrassen-Wohnungen befinden sich einmal in Süd-West-Lage und einmal in Süd-Ost-Lage. Nach Austausch was wir gern anbauen wollen, begannen wir im Februar mit der Aussaat auf der Fensterbank mit Gurken, Tomaten, Paprika und Feldsalat.

Die 1. Aktion fand Ende Februar mit längst gekeimten Kartoffeln statt.

Wir beschlossen, das Feld in Süd-Ost-Lage anzulegen. Sie brauchen es sonnig, leichten Boden, der regelmäßig gelockert werden muß. Staunässe muß vermieden werden. Anhäufeln, sobald sie sichtbar sind, um sie zum Wachsen zu animieren und die Knollen keine Sonne bekommen und grün werden.

10-20 cm tief im Abstand von +/- 50 cm mit der Nabelschnur gen Süden (soll ertragreicher sein). Dabei berücksichtigten wir noch den richtigen Zeitpunkt nach dem Mondkalender.

Gemüse, das unter der Erde wächst, gedeiht gut, wenn auf den abnehmenden Mond als Sä- oder Pflanztag geachtet wird. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch alternativ einen Termin im absteigenden Mond wählen.

Kartoffeln vertragen sich gut mit Spinat, Buschbohnen, Kohlrabi und Dill.

Aber gar nicht mit Zwiebeln.


Pflanzsäcke für die Tomaten, Gurken, Paprika wurden vorbereitet mit Erde, Gemüseerde und Pferdedung vom Nachbarn. Die gemischte Erde haben wir auch für das Beet verwendet für die frisch eingezogenen Kohlsetzlinge. Brokkoli, Blumenkohl und Weißkohl





Das Feld legten wir im Süd-Westen an. Er braucht es sonnig, warm und tiefgründig. Er gehört zu den Starkzeerern und ist hungrig auf Nährstoffe.

Wir pflanzten ihn im Abstand von 30 cm und berücksichtigten auch hier den zunehmenden Mond beim Setzen. So bilden sie schnell neue Wurzeln und wachsen wunderbar an.

Kohl verträgt sich mit Roter Beete, Knoblauch, Rosmarin, Kartoffeln und Zwiebeln.

Wir setzten noch Knoblauch hinzu.


Ungünstige Nachbarn sind Tomaten, Erbsen und Paprika.


Die ersten Pflanzsäcke bestückten wir mit Erdbeerpflanzen.

Sie platzierten wir an der Südseite, damit sie es sonnig, warm und luftig haben. Noch extra Pferdedung dazu und berücksichtigten den zunehmenden Mond an einem Fruchttag (Widder, Löwe, Schütze).

Sie vertragen sich mit Karotten, Lauch, Kohlarten, Rettich, Radieschen, Kopfsalat, Spinat und Zwiebeln.

Wir setzten Kohlrabi und Kopfsalat dazu.

Ungünstige Nachbarn sind Kartoffeln, Puffbohnen, Radieschen, Tulpen, Gräser, Rosen, Tomaten und Gladiolen.



1 Pflanzsack bestückten wir Ende März mit Karottensaatbändern und starteten den Versuch, Karottenenden zum Neustart zu bewegen.

Wir platzierten ihn im Südwesten, damit sie es sonnig und warm haben.

Gute Nachbarn: Salat, Schnittlauch, Lauch und Erbsen.

Ungünstige Nachbarn: Kohl und Erdbeeren.


Unsere Gurken, Tomaten und Paprika warten schon darauf umgesetzt zu werden. Wir warten noch auf den richtigen Zeitpunkt - einen Fruchttag (Widder, Löwe oder Schütze).



Oberirdisch wachsende und gedeihende Pflanzen und Gemüse sollten bei zunehmenden oder alternativ bei absteigenden Mond gesetzt oder gesät werden.


Sollten sich doch einmal Krankheiten wie Fliegen, Mehltau oder Raupen einfinden, hilft gut Knoblauch-Spray;

1 l Wasser

5 Knochblauchzehen und 1 kleine Zwiebel(grob gehackt)

1 TL Cayennpfeffer

1 EL Schmierseife

alles in ein Gefäß ein paar Tage stehen lassen, absieben. fertig.

oder/und

Knoblauchsud

3 bis 5 Knoblauchzehen über Nacht einweichen in 1 L Wasser einweichen

danach 30 Min. aufkochen.

Pflanzen damit besprühen - auch zur Vorbeugung.


Ihr Lieben, wir grüßen und berichten weiter. Wir hoffen, dass es euch gefallen hat und als Anregung und Inspiration dient :)

Nicole und Sonja

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