• David

Lernen mit den Völkern

Ein neues Lernfeld hat sich eröffnet. Die Bienenhaltung ist umfangreich und vielschichtig, gleichzeitig sehr freudvoll und sinnstiftend. Gewiss gibt es reichlich Für- und Gegenargumentationen und wir haben uns für diesen Schritt auf dem Weg zu Souveränität und Autarkie entschieden.


Die wir noch unerfahren sind ist es nötig sich möglichst häufig mit der Thematik zu befassen. Es scheint, als wären unsere Völker bereit uns dabei zu unterstützen und dulden es gelassen, dass David mal einen Blick mehr in die Beuten wirft als üblich.




Nach einer relativ langen Zeit des wechselhaften Wetters war es unbedingt nötig zu überprüfen ob die Bienen genug Futterreserven anlegen konnten. Bei schlechtem Wetter und zu kalten Temperaturen fliegen sie nicht aus für den Honig- und Polleneintrag. Das kann schnell an die Substanz gehen und die Notwendigkeit einer Zufütterung mit sich bringen. Auch imkerliche Maßnahmen sollten erst ab 12 Grad Celsius und bei gutem, also wenigstens trockenem, Wetter durchgeführt werden. Diesen Moment galt es zu erwischen und nun war es endlich soweit.

Erstaunlicherweise war sehr viel Eintrag zu finden und wir erfreuen uns an der Gesundheit unserer fleißigen Bienchen.



Linda sagt so gern: "Entweder ist es schön oder es ist lehrreich."

Im Fall der Durchsicht war es beides, im Fall der Nachbereitung des aufgelösten Volkes war es überwiegend lehrreich.

Die Zarge sollte komplett entleert und gut gereinigt werden, um sie in dieser Saison einem Schwarm als neue Behausung zur Verfügung zu stellen. Auch hier hätten wir aus mehreren Möglichkeiten des Handelns wählen können und entschieden uns für die vollständige Entleerung inklusive Honigernte und Wachsschmelzen.

Dies taten wir aus drei maßgeblichen Gründen:

  1. Der Lernfortschritt und Erfahrungszuwachs durch die Fülle an Tätigkeiten ist enorm

  2. Der Schwarm erhält eine bestmöglich aufbereitete Beute

  3. Honig und Wachs stehen uns sofort zur Verfügung

Eine Fülle an unterschiedlichen Materialien und Apparaturen wird in der Imkerei zum Einsatz gebracht. Sich rasch mit ihnen vertraut zu machen kann nur von Vorteil sein. Auch Verfahrensabläufen wollen erstmal erprobt werden. Und all dies geschah - in unserer Küchenschnack-Küche.


Auf die Lehren werde ich nun nicht im Detail eingehen, aber soviel sei erwähnt. Eine etwas naive Herangehensweise sorgte nachhaltig für viel Arbeit, bei ineffizienter Ertragsausbeute.


Erst wenn unsere Produktionskette einwandfrei und rein läuft und wir die aktuellste Schulung im Bereich Lebensmittelproduktion und -Verarbeitung besucht haben werden den WedenHain Honig weitergeben.

22 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Löwenzahnhonig