top of page
  • David

Agnihotra - die Flamme der Reinigung

Täglich, pünktlich zum Sonnenauf-/ und Untergang praktiziere ich dieses wedische Feuerritual. Wohl bemerkt: Ich übe noch und nicht immer gelingt es mir, wie gewünscht.


Grundsätzlich lässt sich wohl sagen, dass dieses Ritual dazu dient Leben aller Art zu fördern und zu stärken. Außerdem reinigt es die Umgebung von negativen Energien. Der Wirkradius erstreckt sich auf 3 Kilometer in der Fläche und auf 12 Kilometer in der Höhe.

Um Agnihotra korrekt durchzuführen müssen wir einige Vorraussetzungen erfüllen. Das Brandgefäß trägt in seiner Formgebung die heilige Geometrie und besteht aus Kupfer. Dieses Metall wird verwandt weil es ebenso wie Gold eine sehr hohe Leitfähigkeit aufweist. Da wir mit Energien arbeiten ist es nur folgerichtig auf eines dieser Metalle zurückzugreifen. Die vier Grundseiten der Pyramide sind zu den Himmelsrichtungen ausgerichtet. (Achtung: nicht die Spitzen, sondern die Seiten).

Der Kuhdung wird mit Ghee bestrichen, bereitgelegt und pünktlich über einen Bienenwachskerze oder mit einem Streichholz entfacht und in der Pyramide aufgeschichtet. Der richtige Zeitpunkt ist von besonderer Bedeutung und erfordert ein wenig Übung und Erfahrung.

Sobald das Feuer entfacht ist und gut brennt wird ein zweizeiliges Mantra gesungen und zweimalig währenddessen eine kleine Vollkornreis-Opfergabe gegeben.

Das Feuer brennt für gewöhnlich zehn Minuten und ich genieße es sehr. Besonders morgens ist es für mich wundervoll, da ich Richtung Osten blicke und den Sonnenaufgang beobachten kann. Übrigens ist die Wahl der Blickrichtung relativ frei. Bestenfalls schaut man in die Richtung von Sonnenauf-/ Untergang, wenn dies jedoch nicht möglich oder sinnvoll ist kann man frei wählen.


Besonders erstaunt war ich über den Geruch, denn ich hatte erwartet, dass das Verbrennen von Kuhdung unangenehm riechen könnte oder wenigstens ein Rauch entsteht, wie ich ihn vom Lagerfeuer gewohnt bin. Im Gegenteil konnte ich erfahren, dass die Gerüche eher süßlich und angenehm waren.

Apropos Kuhdung, auch an diesen sind ganz bestimmte Anforderungen gestellt. So muss er zwingend von gesunden und gehörnten Rindern stammen. Die Hörner werden als eine Art Energie-Antennen betrachtet und dürfen nicht verletzt oder gar abgesägt sein. Bestenfalls steht das Tier ausschließlich auf der Weide und frisst frische Gräser und Kräuter. Sollte Silage zwischenzeitig verwandt werden, ist jener Kuhdung nicht zu verwenden und eine Reinigungszeit von 4-8 Wochen einzuräumen. Obwohl die Büffel und Wisente ebenfalls zu den Bowiden zählen, ist ihr Dung ebenfalls nicht zu verwenden.


Eine hochwertige, lokale Bezugsquelle wird noch gesucht und wir sind für alle Hinweise dankbar. Auch Rindermist könnten wir dann gut für unsere Gärten gebrauchen, da sind die Ansprüche auch nicht ganz so hoch ;)



Das Agnihotra ist ein Bestandteil des sogenannten fünffachen Pfades, der speziell dafür konzipiert wurde schwere Zeiten zu überstehen bzW. zu meistern. Er besteht aus fünf einzelnen Aspekten, die gemeinsam wirken und miteinander Korrespondieren:

  • Selbst- Erkenntnis

  • Selbst- Disziplin

  • Selbst- Losigkeit

  • Karma (Lehre von Ursache und Wirkung)

  • Feuertechniken


Der Homa-Hof hat sich zur Aufgabe gemacht, dieses Ritual gründlich zu erforschen, zu erproben und das Wissen weiter zu geben. Wer also weitergehende Informationen möchte, dem ist angeraten dort mal vorbeizuschauen. Homa Hof Heiligenberg

28 Ansichten1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page